Lohnaufbereitung in der Industrie – Wie funktioniert sie?

Die Lohnaufbereitung ist ein essentieller Bestandteil der Industrieproduktion, wofür es mehrere Verfahren gibt. Lohn ist eine Form von Schütt, quasi eine Menge davon, um diese zuordnen zu können. Zu den Verfahren gibt es einige Unterverfahren, aber grundsätzlich teilt sich das Prozedere in eine Lohnsiebung, dann eine Mischung und eine Abfüllung am Ende ein. Ziel ist immer eine Qualitätssteigerung durch diese Stufen, damit das Produkt dann für eine Weiterverarbeitung verwendet werden kann.

Als erstes kommt die Lohnabfüllung in Frage. Verschiedene Stoffe und Flüssigkeiten werden in unterschiedlichen Behältern, wie Big Bags, Fässern, Oktabins, Fibre Drums, Säcken, Eimern, Kartons oder Sondergebinde gelagert, um unterschiedliche Mengen, Größen und Gewichte sicher zu verpacken und für die weitere Verarbeitung vorzubereiten. Dieser Lohn wird mithilfe von Abfüllmaschinen transportiert und in Ventilsäcke oder offene Säcke abgesackt. Für flüssige Stoffe gibt es Spezialanlagen mit einer Vakuum-Möglichkeit, um diese unter einer inerten Atmosphäre abzufüllen.

Die Lohnmischung mit verschiedenen Mantelstärken aus den unterschiedlichsten Schüttgütern werden dann mit verschiedenen Geräten und Mischmaschinen durchgeführt. Das kann sowohl bei Mengen von unterschiedlichem wie einheitlichem Material verwendet werden. Zu den Maschinen zählen Trommelmischer, Containermischer, Nautamischer, Hochgeschwindigkeitsmischer, Rhönradmischer und Wirbelschneckenmischer, die für unterschiedliche Größen und Arbeits- und Produktionsgeschwindigkeiten verwendet werden können. Für das Mischen können verschiedene Chargenmischer für die Schüttgüter verwendet werden. Ein Doppelkonusmischer ist für eine schonende Behandlung von empfindlichen Schütts zu gebrauchen. Die Mischung erfolgt unter einer inerten Atmosphäre mithilfe von zuschaltbaren Messerköpfen. Um keine Reibungen zu erzeugen, erfolgt eine zusätzliche Einspritzung von Flüssigkeiten. Verschiedene Mahlanlagen mit Werkzeugen ermöglichen eine variables Mahlen, zum Beispiel eine Walzenmühle, um wenig Staub zu erzeugen und um Agglomeraten aufzubrechen.

Um den Lohn weiter zu verkleinern, kann eine Lohnvermahlung helfen, um die Körner und Partikel weiter zu verkleinern und daraus Pulver und Granulate für Medizin, Kosmetikartikel und weitere Arzneien herzustellen. Eine Lohsiebung erhöht die Qualität der Mischung durch die Entfernung beziehungsweise Siebung von Fremdstoffen, die während des Abbaus oder Produktionsvorganges in die Mischung gekommen sein können. Zur Hilfe können verschiedene Siebe, wie Taumel- und Vibrationssiebe und Plansichter verwendet werden. Siebhilfen sind dabei Ultraschalltechnologien und Ballkopfsysteme, um verschiedene Gesteins- und Lohnformen zu trennen und ihre Qualität zu steigern.

Daraus entsteht das Endprodukt. Je dichter das Sieb desto mehr Fremdstoffe können entfernt werden oder der Vorgang muss öfter wiederholt werden, um wie bei einem Zinses-Zins immer mehr Fremdstoffe abzuwerfen und eine höhere Qualität des Endproduktes zu erlangen. Eine Lohnkompaktierung führt wieder zum Anfang, beim Verpacken des Lohns gewissermaßen. Die Schüttgüter werden so verdichtet und ihre Fließfähigkeit wird verbessert.

Aus den Partikeln und Granulaten werden wieder kompakte Objekte, die man verpacken kann. Falls der Lohn feucht geworden ist, zum Beispiel durch eine hohe Luftfeuchte im Herstellungsraum, dann gibt es das Verfahren der Lohntrocknung, die mithilfe eines Vakuums und eines Sprühvorgangs durchgeführt wird und das Endprodukt perfektioniert wird, ohne zu verderben. Wenn flüssige Formen granuliert werden sollen, dann hilft das Verfahren der Lohnpastillierung dabei, mithilfe von Kühlbändern. Daraus entstehen dann Pastillen, Schuppen und grobe Platten, ähnlich wie Tabletten und Bonbons. Entscheidend bei allen nachbereitenden Vorgängen ist die Säuberung von kontaminierten Stoffen. Mithilfe eines Metalldetektors können feinste Spuren von Metall in der Mischung entdeckt werden, um möglicherweise einen weiteren Siebvorgang durchführen zu müssen, um die Schadstoffe vom Produkt wieder und wieder zu trennen, um die Gesamtqualität der Lohnverarbeitung zu erhöhen.